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Care for Wild Rhino Sanctuary

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Verwaistes Nashornbaby findet im Care for Wild Rhino Sanctuary ein neues Zuhause
Unterwegs durchs Schutzreservat mit Petronel Nieuwoudt
Unterwegs durchs Schutzreservat mit Petronel Nieuwoudt

Auf diesen Tag habe ich lange gewartet. Das erste Ziel meiner Reise im Mai 2019: Care for Wild Rhino Sanctuary. Meine Mission: Erste Spendengelder aus meiner Fotografieausstellung "Abenteuer Afrika" persönlich zu überreichen - und natürlich die Arbeit hier vor Ort fotografisch zu dokumentieren. Ich werde herzlich empfangen und man nimmt sich sofort Zeit,  um mich im Gelände herumzuführen. Ich bekomme die süßen kleinen Nashornbabys mit Namen wie Arthur, Rose und Khanya vorgestellt. Sie sind gut behütet hinter einem dicken Zaun - können sich hier frei bewegen, zur Ruhe kommen und neue Spielgefährten finden. Dazu muss man wissen, dass all diese Nashörner zutiefst traumatische Erfahrungen gemacht haben. Ihre Eltern wurden brutal von Wilderern ermordet, sie selbst wurden als Nashornbabys verletzt und verwaist zurückgelassen im Busch. Hilflos und ohne Nahrung, denn die meisten von ihnen sind zu diesem Zeitpunkt auf die Muttermilch angewiesen. Petronel Nieuwoudt hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Nashornbabys zu retten, sie von Hand aufzuziehen, ihnen ein neues und sicheres Zuhause zu geben. Ihr Erfolg kann sich sehen lassen! Sie besitzt heute das weltgrößte Schutzreservat für verwaiste Nashornbabys. Wer es von den Tieren hierher geschafft hat, kann aufatmen.

 

Petronel Niewoudt ist für mich eine echte Heldin. Aufgewachsen auf einer nahegelegenen Farm, blickt sie auf langjährige Erfahrung als Tierschützerin zurück. Sie war noch ein kleines Mädchen, da brachte sie kranke oder verwundete Tiere nach Hause, um sie gesund zu pflegen. Ihre Leidenschaft für Tiere führte sie schließlich zur Endangered Species Unit der South African Police, einer Sondereinheit für bedrohte Tierarten, die sie jahrelang leitete. Wer sie einmal erlebt hat, weiß: Sie ist mit unglaublich viel Engagement bei der Sache! Es kann noch so viel Trubel sein - sie lässt sich so schnell nicht aus der Ruhe bringen. Bewahrt immer einen kühlen Kopf. Die Nashörner danken es ihr mit offensichtlicher Zuneigung.

 

Während meines Aufenthaltes bekomme ich schnell mit, mit wieviel Liebe und Herzblut hier jeder bei der Sache ist. Es ist für die meisten nicht nur irgendein Job, sondern eine Mission. Eine Herzensangelegenheit. Für mich ist es eine Wonne, wenn die Fütterung ansteht und die Nashornbabys gierig ihre Milch aus den Flaschen süffeln. Petronel nimmt mich mit hinter den Zaun und ich bin nun ganz dicht bei den etwas älteren Nashörnern. Ein bisschen klopft mein Herz, denn so nah bin ich diesen mächtigen Tieren bisher nicht gekommen. Ich versuche entspannt zu bleiben, zücke meine Kamera und lege los. Währenddessen erzählt mir Petronel die einzelnen Lebensgeschichten und auch heitere Episoden, die sich hier abgespielt haben. Langsam nähern sich weitere Tiere und ich trete respektvoll ein paar Schritte zurück. Petronel bleibt stehen und krault eines der Tiere hinter dem Ohr.

 

In der Mittagspause treffe ich auf etliche Volonteers - Freiwillige, die hier für einige Zeit mit anpacken. Sie kommen aus der ganzen Welt: Aus den USA, den Niederlanden, aus Südafrika und Deutschland. Ich setze mich neben das nette junge Pärchen aus Wiesbaden und frage die beiden, was sie zu diesem Schritt bewegte. Sie sind passionierte Afrikareisende (prima, da haben wir doch schon etwas gemeinsam) und er lebte und arbeitete schon für mehrere Monate in Südafrika. Ihren Urlaub verbinden sie nun damit, etwas Gutes zu tun. Eine Woche im Schutzreservat, dann beginnt der eigentliche Trip durchs Land. Ich bin begeistert und kann den beiden nur beipflichten. Wer die Erfahrung auch machen möchte, kann hier Kontakt aufnehmen.


 

Hier noch einige fotografische Eindrücke meines Aufenthaltes: