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Kgalagadi National Park

Sonnenaufgang im Kgalagadi National Park
Sonnenaufgang im Kgalagadi National Park

Ich hatte mir vorgenommen, dieses Mal ein neues Fleckchen Erde  kennenzulernen. Dass ich am Ende zwischen zwei Ländern hin und her pendeln würde, ohne es wirklich zu bemerken, war mir vorher nicht klar. Man fährt  durch die Halbwüste, ist  kurzzeitig auf botswanischer Seite und dann wieder auf südafrikanischem Terrain. Nach Namibia bin ich kurzerhand  zu Fuß gelaufen. Die Grenze ist direkt am Camp in Mata Mata. Wenn man ein paar Meter per pedes hinüberschreiten möchte, genügt den Grenzbeamten ein kurzer Blick in den Reisepass. Den unvergesslichsten Sonnenuntergang hatte ich im Bitterpan Wilderness Camp, mit Ausblick auf eine Salzpfanne samt Wasserstelle.

Schwarzmähnenlöwe
Schwarzmähnenlöwe

Löwen mit schwarzer Mähne

 

Die zweitägige Anreise von Johannesburg in diesen Teil des Landes hat sich voll und ganz gelohnt! Waren meine Augen das stellenweise üppige Grün im Kruger National Park oder entlang der Küsten Kwa Zulu Natals gewöhnt, bekamen sie hier Sand in allen Farbtönen, Gräser, verdorrte und skurril aussehende Bäume zu sehen. Und eine Tierwelt, die sich von einer ganz anderen Seite zeigte: Keine Elefanten, Büffel, Nashörner, Impalas & Co., dafür Schwarzmähnenlöwen, Leoparden, Oryxantilopen, Springböcke, Gnus, Giraffen, Strauße, Erdhörnchen und eine artenreiche Vogelwelt.

Leopard - Jungtier
Leopard - Jungtier
Straußenpaar in der Kalahari
Straußenpaar in der Kalahari

Schwer verliebt: Straußenpaar

 

Von dieser Begegnung muss ich euch einfach berichten! Herzallerliebst, wie dieses junge und hübsche Straußenpärchen minutenlang einander zugewandt verharrte und sich zärtlich anschaute. Ich konnte in aller Ruhe fotografieren und mich dieser Szene voll und ganz widmen. Auch das ist bei der Wildlife-Fotografie unabdingbar: Geduld und Ausdauer. Das nötige Quentchen Glück zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, braucht man natürlich auch.

 

Als ich mein Foto im Kasten hatte, berichtete ich einer Südafrikanerin im Camp davon. Ich zeigte Mary das Bild und sie begann zu schmunzeln: Ob ich wüsste, dass da zwei Verliebte abgebildet wären. Nein, so genau war mir bis dahin nicht klar. Sie klärte mich auf: Verfärben sich die Beine des Männchen in ein leuchtendes Rosarot, sind sie sozusagen im Liebestaumel... Wie romantisch!

 

(Fotos: Susen Reuter)


Und hier noch einige weitere fotografische Eindrücke meiner Reise in den Kgalagadi Transfrontier Park:

INFO: Der Kgalagadi Transfrontier Park ist der erste offizielle grenzübergreifende Nationalpark Südafrikas. Er entstand im Mai 2000 durch Zusammenschluss des südafrikanischen Kalahari Gemsbok Nationalparks (gegründet 1931) und dem angrenzenden Botswana Gemsbok Nationalpark (gegründet 1938). Er ist Teil der Kalahari (auch Kgalagadi genannt), einer Wüste von mehr als 1.2 Millionen km², die überwiegend aus rotem Sand besteht und sich von Südafrika, Namibia, Botswana bis nach Angola und Sambia hin erstreckt. Der Park hat eine Gesamtfläche von über 3,6 Millionen Hektar und befindet sich im Norden der Nordkapprovinz von Südafrika sowie im Südwesten von Botswana. Im Westen grenzt er an Namibia. Da es sich um einen Schutzpark handelt, der sich über Landesgrenzen hinweg erstreckt, zählt er auch zu den Peace Parks. Die Landschaft mit ihren orangeroten Sanddünen und Savannenlandschaften bietet trotz ihres ariden Klimas einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen, die an diese Trockensavanne angepasst sind, ein Zuhause. Die beiden Hauptflüsse im Nationalpark, der Nossob und der Auob, führen nur sehr selten Wasser. In den trockenen Flussbetten wachsen eine Vielzahl an Akazien und Kameldorn-Bäumen, deren weitverzweigtes Wurzelwerk bis tief in die Erde reicht und den Bäumen somit ermöglicht, selbst in diesem Wüstenklima zu einer erstaunlichen Größe heranzuwachsen. (Quelle: suedafrikaurlaub.net)